Fall – Rohr 4: Seit zwei Jahren beobachten die Behörden stillschweigend, wie Chemikalien und Treibstoff in den Dnipro fließen

Die Redaktion von «Aktiven Bürgern» beschäftigt sich seit zwei Jahren mit der Einleitung unbekannter  Stoffe in den Fluss Dnipro. Diese wurden von Aktivisten des Kiewer Stadtteils Dniprovskyi gefunden.  Selbstverständlich haben sich in all diesen Jahren besorgte Menschen bei den zuständigen Behörden  darüber beschwert. Sie erreichten sogar, dass am 28. August 2019 eine Sitzung der Umweltkommission  des Kiewer Stadtrats stattfand, die sich unter anderem mit der Situation der Abwassereinleitungen in  den Dnipro über Regenwasserkanäle befasste. Wie dieses Gespräch endete, können Sie in unserem  Artikel «Fall – Rohr 3: «Es gibt eine Million solcher Anschlüsse in Kiew» – so wies der Leiter des Bezirks SM (Straßenmeisterei) die Verantwortung für Abwassereinleitungen in den Fluss  Dnipro zurück» nachlesen.

Am 1. September 2020 sah Olga, eine Bewohnerin des Viertels der Hauptstadt, die Ergebnisse des Treffens für den Umweltzustand von Dnipro mit ihren eigenen Augen. Ihr Video wird von dem  folgenden Beitrag begleitet: «Unser Lieblingsregenwasserrohr in der Nähe der Paton-Brücke nach  all den Inspektionen durch verschiedene Behörden! Schwimmt, liebe Kiewer, am Strand, trinkt Wasser  aus dem Dnipro, Ukrainer! Eure Regierung kümmert sich um euch» Geschrieben von Olga  Pylyankevich am Dienstag, 1. September 2020

Наша любимая труба ливневки возле моста Патона после всех проверок всяческими органами! Купайтесь, дорогие киевляне, на пляже, пейте воду из Днепра, украинцы! Ваша Влада заботится о Вас!

Опубліковано Ольгою Пилянкевич Вівторок, 1 вересня 2020 р.

Einige Fotos, die in den letzten Augusttagen nur 20 Meter von diesem Rohr entfernt gemacht wurden,  wurden von Kiewer Bürgern veröffentlicht. Nach Angaben des Autors der Fotos wird ständig eine Art  von Kraftstoff und Schmiermittel in den Fluss Dnipro eingeleitet. «Es riecht bereits nach Öl… gegenüber dem Strand am Dnipro-Damm», schrieb der Autor der Fotos.

Nur wenige Personen waren sich der neuen Umweltkatastrophenzone auf der Karte des größten Flusses  der Ukraine bewusst, da sie in der Nähe der Insel Malyi nur mit dem Boot zugänglich ist.

«Aktive Bürger» bereiten entsprechende Appelle an die Staatliche Umweltinspektion, den Ausschuss der  WR (Anm.: Die Werchowna Rada ist das einzige gesetzgebende Organ der staatlichen Macht in der  Ukraine) für Umweltpolitik und Naturmanagement sowie an mehrere Abgeordnete vor. Wir werden Sie weiterhin über die Reaktion der Behörden auf die systematische Verschmutzung des Dnipro-Flusses in  Kiew informieren. Bisher haben wir festgestellt, dass die zuständigen Institutionen in diesem Bereich  nicht viel mehr getan haben als zu reden.

Informationen von «Aktive Bürger»

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